CEO-Interview mit Martin Rohner, Alternative Bank Schweiz

Moneycab: Herr Rohner, Sie sind Anfang 2012 von Max Havelaar zur ABS gewechselt. Wie einfach war es im aktuellen Umfeld, ein Banker zu werden?

Martin Rohner:
Während der faire Handel heute bereits stark in den Köpfen der Konsumentinnen und Konsumenten sowie der Anbieter verankert ist, steht der Finanzsektor noch am Anfang der Auseinandersetzung über Fairness und Nachhaltigkeit. So gesehen ist es ein sehr spannender Zeitpunkt, um vom fairen Handel ins Bankgeschäft zu wechseln.

Was waren für Sie entscheidende Faktoren, bei der ABS anzuheuern?

Die ABS ist eine Pionierorganisation, was das ethische Banking angeht. Wurde das Geschäftsmodell der ABS bei ihrer Gründung noch belächelt, mutet es heute geradezu visionär an. Ich sehe ein grosses Entwicklungspotenzial für die ABS. Ihr Geschäftsmodell entspricht einem grossen Kundenbedürfnis.

Jetzt sind Sie bald 100 Tage bei der ABS. Wie ist der erste Eindruck, welche Ziele haben Sie für die Zukunft?

Erfreulich sind der rekordhohe Zufluss von Neugeldern und das entsprechende Wachstum unserer Bilanz im letzten Jahr von knapp 11 Prozent. Gleichzeitig sind alle Banken durch das Zinsumfeld und die sehr tiefen Margen gefordert. Für die Zukunft wollen wir im Kreditgeschäft weiterwachsen, und das Anlagegeschäft zu einem zweiten Standbein ausbauen. Zudem wollen wir unser Profil als wertorienterte Bank im Markt schärfen, indem wir unser Fachwissen in bestimmten Branchen oder auf bestimmten Themen stärker nach aussen tragen.

2011 war ein gutes Jahr für die Bank. Bilanzsumme und Reingewinn konnten deutlich gesteigert werden. Woran lag das?

Das lag am überdurchschnittlich hohen Zuwachs an Kundinnen und Kunden und dem Zufluss von Neugeldern. Zudem konnten wir unsere Ausleihungen erhöhen und gleichzeitig die Kosten vermindern. Mit dem Geschäftsergebnis sind wir sehr zufrieden.

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Portrait Rohner Martin2

Martin Rohner, CEO Alternative Bank Schweiz

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