Rieter Holding AG

Rieter Holding AG

Klosterstrasse 32

8406Winterthur

    • Rechtsform:

    • Aktiengesellschaft
    • Status:

    • aktiv

    • Kapitalisierung:

    • CHF 23'361'816.00
    • Gründungsjahr:

    • 1795

    • Bisnode ID:

    • 118119

    • D-U-N-S® Nr.:

    • 48-000-5057

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Handelsregister

    • Handelsregistereintrag:

    • 28.12.1891

    • Rechtlicher Sitz:

    • 8400 Winterthur

    • HR-Nummer:

    • CH-020.3.921.956-9

    • UID:

    • CHE-100.672.789

    • HR-Amt:

    • Kanton Zürich

    • Revisionsstelle:

    • PricewaterhouseCoopers AG

    • Handelsregisterauszug:

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Firmennamen & Kontakt

    • Aktueller Firmenname:

    • Rieter Holding AG

    • Aktuelle Adresse:

    • Klosterstrasse 32

      8406 Winterthur

    • Ehemalige Namen:

    • Maschinenfabrik Rieter AG (bis 24.04.1985)

Tätigkeit

    • Firmenzweck:

    • Die Gesellschaft bezweckt den Erwerb, die dauernde Verwaltung und die Veräusserung von Beteiligungen an Unternehmen aller Art, im besonderen auf dem Gebiete des Textilmaschinenbaus. Die Gesellschaft kann Liegenschaften und Immaterialgüterrechte im In- und Ausland erwerben, belasten, verwerten und verkaufen sowie andere Gesellschaften finanzieren. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte tätigen, die geeignet sind, unmittelbar oder mittelbar der Verwirklichung des Gesellschaftszwecks zu dienen.

    • Branche(n):

    • Investmentgesellschaften

      Finanzholdinggesellschaften

    • NOGA 2008:

    • 649901, 642001

Verbindungen

    • Tochtergesellschaften:

    • Im Ausland

News

Geschäftsjahr 2018

13.03.2019

Schwaches Marktumfeld führt zu Rückgang des Bestellungseingangs um 17%
— Umsatz steigt um 11% auf 1 075 Mio. CHF
— EBIT-Marge von 4% und Reingewinn von 3% des Umsatzes
— Free Cashflow von 63.6 Mio. CHF
— Dividende von 5.00 CHF beantragt

Ein schwaches Marktumfeld in der zweiten Jahreshälfte, eine Entwicklung, die sich im vierten Quartal 2018 akzentuierte, führte im Geschäftsjahr 2018 insgesamt zu einem Rückgang beim Bestellungseingang von 17%. Der Umsatz des Konzerns stieg um 11%. Die EBIT-Marge lag bei 4%. Rieter erzielte einen Free Cashflow in Höhe von 63.6 Mio. CHF und konnte dadurch die Nettoliquidität auf 150.2 Mio. CHF steigern. Der Verwaltungsrat schlägt den Aktionären die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 5.00 CHF pro Aktie vor.

Im Geschäftsjahr 2018 verzeichnete Rieter einen Bestellungseingang von 868.8 Mio. CHF und blieb damit 17% unter dem Vorjahreszeitraum (2017: 1 051.5 Mio. CHF). Diese Entwicklung ist auf den rückläufigen Bestellungseingang im zweiten Halbjahr 2018 und insbesondere auf die deutliche Abschwächung im vierten Quartal 2018 zurückzuführen. Rieter verfügte zum Jahresende 2018 über einen Bestellungsbestand von rund 325 Mio. CHF (31. Dezember 2017: rund 540 Mio. CHF).

Der Umsatz des Konzerns belief sich 2018 auf insgesamt 1 075.2 Mio. CHF (2017: 965.6 Mio. CHF), was einer Steigerung um 11% gegenüber Vorjahr entspricht. Rieter erreichte die Umsatzsteigerung dank organischem Wachstum im Geschäftsbereich Machines & Systems. Auch SSM Textilmaschinen im Geschäftsbereich Components hat diese positive Entwicklung unterstützt. Der Marktanteil von Rieter lag bei rund 30%.

EBIT-Marge, Reingewinn und Free Cashflow

Rieter verzeichnete eine EBIT-Marge (vor Restrukturierungsaufwendungen) von 4.0% oder 42.9 Mio. CHF (2017: 5.4% oder 51.8 Mio. CHF). Die tiefere Profitabilität ist im Wesentlichen auf einen unvorteilhaften Produktmix im Geschäftsbereich Machines & Systems zurückzuführen sowie auf Einmalkosten im Zusammenhang mit dem Aufbau der zentralen Logistik in Europa im Geschäftsbereich After Sales. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung erhöhten sich in 2018 auf 51.9 Mio. CHF (2017: 49.2 Mio. CHF).

Der Reingewinn stieg auf 32.0 Mio. CHF (3.0% des Umsatzes) und war damit deutlich höher als im Vorjahr (2017: 13.3 Mio. CHF oder 1.4% des Umsatzes). Der höhere Reingewinn, die Reduktion des Nettoumlaufvermögens und eine disziplinierte Investitionspolitik führten zu einem Free Cashflow von 63.6 Mio. CHF (2017: -1.1 Mio. CHF). Die Nettoliquidität erhöhte sich auf 150.2 Mio. CHF (31. Dezember 2017: 130.5 Mio. CHF). Die Eigenkapitalquote lag zum 31. Dezember 2018 bei 44.6% (Vorjahresstichtag: 43.6%).

Umsatz nach Regionen

In den asiatischen Ländern (ohne China, Indien und Türkei) steigerte Rieter den Umsatz im Berichtsjahr um 36% auf 433.9 Mio. CHF – Usbekistan trug mit 144.1 Mio. CHF wesentlich zu dieser Entwicklung bei. Der Umsatz in China reduzierte sich im Gesamtjahr 2018 um 19% auf 148.6 Mio. CHF. Mit dem Auslaufen des Förderprogrammes in der westlichen Provinz Xinjiang ging die Nachfrage nach Maschinen zurück. In Indien sanken die Umsätze um 16% auf 146.2 Mio. CHF. In der Türkei erreichte Rieter in einem schwierigen Marktumfeld dank der Einführung der neuen Ring- und Kompaktspinnmaschinen ein Umsatzniveau von 154.8 Mio. CHF (+55%). In Nord- und Südamerika lag der Umsatz bei 108.6 Mio. CHF (-5%). In der Region Europa konnte Rieter den Umsatz um 3% auf 47.3 Mio. CHF steigern. Der Umsatz in der Region Afrika belief sich auf 35.8 Mio. CHF (+29%).

Geschäftsbereiche

Der Geschäftsbereich Machines & Systems steigerte 2018 den Umsatz um 14% auf 669.3 Mio. CHF (2017: 589.5 Mio. CHF). Machines & Systems verzeichnete ein EBIT (vor Restrukturierungsaufwendungen) von -8.3 Mio. CHF (2017: 0.8 Mio. CHF). Der Profitabilitätsrückgang war insbesondere auf den gegenüber dem Vorjahr unvorteilhafteren Produktmix zurückzuführen. Der Bestellungseingang sank um 30% auf 468.3 Mio. CHF (2017: 668.2 Mio. CHF). Die Nachfrage im Neumaschinengeschäft war von den Unsicherheiten in Asien und in der Türkei sowie der angespannten Finanzierungssituation für Kunden in den Schwellenländern geprägt.

Der Geschäftsbereich Components steigerte den Umsatz um 14% auf 262.3 Mio. CHF (2017: 229.8 Mio. CHF). Dazu leistete SSM Textilmaschinen mit einem Umsatz von 84.5 Mio. CHF einen signifikanten Beitrag. Components erzielte mit 32.5 Mio. CHF ein höheres EBIT gegenüber dem Vorjahr (2017: 30.8 Mio. CHF). Der Bestellungseingang lag mit 260.1 Mio. CHF (2017: 228.5 Mio. CHF) 14% über Vorjahr, wobei auch hier SSM Textilmaschinen zu dieser positiven Entwicklung wesentlich beigetragen hat.

Der Geschäftsbereich After Sales verzeichnete mit einem Umsatz von 143.6 Mio. CHF (2017: 146.3 Mio. CHF) einen leichten Rückgang um 2%. After Sales erzielte ein EBIT (vor Restrukturierungsaufwendungen) von 20.4 Mio. CHF (2017: 27.9 Mio. CHF). Zu dem im Vorjahresvergleich tieferen EBIT führte neben den Einmalkosten für die Zentralisierung der Logistik in Europa auch die Abschwächung der Nachfrage gegen Jahresende. Der Bestellungseingang ging um 9% auf 140.4 Mio. CHF (2017: 154.8 Mio. CHF) zurück. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf das rückläufige Auftragsvolumen im Neumaschinengeschäft bei Machines & Systems zurückzuführen, da dies beim Geschäftsbereich After Sales zu einer tieferen Nachfrage nach Installationsleistungen führte.

Stärkung der Innovationskraft

Rieter hat im Geschäftsjahr 2018 die Stärkung der Innovationskraft weiter vorangetrieben. An der ITMA Asia 2018 wurde im Rahmen der Digitalisierungsstrategie die IoT-Plattform Rieter Essential für Spinnereien erstmals vorgestellt. Zudem führte Rieter neue Ringspinn- und Kompaktspinnmaschinen sowie eine neue Doppelkopf-Regulierstrecke in den Markt ein. Auch die Geschäftsbereiche After Sales und Components präsentierten Neuentwicklungen.

Zur Stärkung des Ringspinnsystems hat Rieter im Dezember 2018 die Übernahme von 25 Prozent an Electro-Jet S.L. vollzogen. Im Rahmen der strategischen Partnerschaft ist auch die gemeinsame Entwicklung innovativer Produkte geplant.

Rieter wird an der ITMA Barcelona 2019 weitere Innovationen präsentieren.

Senkung der Gewinnschwelle

Die Verlagerung der Produktion von Ingolstadt (Deutschland) nach Ústí nad Orlicí (Tschechische Republik) wurde zum Ende des Geschäftsjahres 2018 planmässig abgeschlossen. Damit wird in 2019 eine signifikante Kostensenkung realisiert.

Standort Ingolstadt

Der Rieter-Konzern verkauft sein Grundstück in Ingolstadt (Deutschland). Mit dem Vollzug der Transaktion rechnet Rieter im Laufe des dritten Quartals 2019. Rieter erwartet bei Abschluss einen ausserordentlichen Beitrag an den Gewinn nach Steuern von rund 60 Mio. Euro. Die in Ingolstadt verbleibenden Mitarbeitenden werden im Jahr 2021 ein neues Gebäude beziehen. Rieter wird hier eine moderne Arbeitsumgebung für innovative Forschungs- und Entwicklungsarbeit und die entsprechenden Unterstützungsfunktionen schaffen.

Standort Winterthur

Rieter plant in Winterthur einen modernen Standort, der auf einer Fläche von rund 30 000 Quadratmetern Kundenzentrum, Produkt- und Technologieentwicklung sowie Verwaltung konzentriert: den Rieter-Campus. Der Rieter-Verwaltungsrat hat beschlossen, dieses Projekt detailliert ausarbeiten zu lassen. Der Rieter-Campus wird einen wichtigen Beitrag zu einer erfolgreichen Weiterentwicklung des Unternehmens leisten. Die Entscheidung über die Realisierung soll in der zweiten Jahreshälfte 2019 fallen.

Dividende und Dividendenpolitik

Der Verwaltungsrat wird an der Generalversammlung vom 4. April 2019 analog zum Vorjahr erneut eine Dividende von 5.00 CHF pro Aktie beantragen. Die Dividendenpolitik des Unternehmens sieht eine Ausschüttungsquote von mindestens 40% des Reingewinns vor.

Veränderungen in der Konzernleitung

Jan Siebert, seit 2016 Mitglied der Konzernleitung und verantwortlich für den Geschäftsbereich Machines & Systems, schied Ende September 2018 aus der Konzernleitung aus. Interimistisch übernahm Norbert Klapper, CEO des Rieter-Konzerns, die Verantwortung für den Geschäftsbereich.

Verwaltungsrat und Generalversammlung

An der ordentlichen Generalversammlung vom 5. April 2018 stimmten die Aktionärinnen und Aktionäre allen Anträgen des Verwaltungsrats zu. Der Verwaltungsratspräsident Bernhard Jucker und die Verwaltungsratsmitglieder This E. Schneider, Michael Pieper, Hans-Peter Schwald, Peter Spuhler, Roger Baillod, Carl Illi und Luc Tack wurden für eine weitere Amtsdauer von einem Jahr bestätigt. Auch die zur Wahl stehenden Mitglieder des Vergütungsausschusses – This E. Schneider, Hans-Peter Schwald und Bernhard Jucker – wurden je für eine Amtsdauer von einem Jahr wiedergewählt.

Ausblick

Das schwache Marktumfeld hat auch in den ersten beiden Monaten 2019 zu einer geringen Nachfrage geführt. Rieter erwartet deshalb sowohl für das erste Halbjahr als auch das Geschäftsjahr 2019 einen deutlichen Rückgang von Umsatz, EBIT und Reingewinn (vor Sondererlös aus dem Verkauf des Grundstücks in Ingolstadt). Vor diesem Hintergrund arbeitet Rieter an der Umsetzung von Massnahmen zur Kapazitätsanpassung und Kostensenkung. Diese Massnahmen umfassen auch einen Abbau von weltweit rund 5% der Stellen.

Dank

Für ihren engagierten Einsatz im Jahr 2018 danken wir – auch im Namen des Verwaltungsrats und der Konzernleitung – allen Rieter-Mitarbeitenden. Ein grosses Dankeschön für ihre Loyalität gegenüber dem Unternehmen gebührt unseren Kunden, Zulieferern und weiteren Geschäftspartnern. Den Rieter-Aktionären danken wir für ihr Vertrauen.

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