Novartis AG - News

29.06.2022

1400 Jobs weg: Novartis streicht jede 10. Stelle in der Schweiz

Novartis will in der Schweiz in den nächsten drei Jahren 1400 von 11'600 Jobs streichen.
Hierzulande verlieren damit mehr als 10 Prozent der Angestellten ihren Arbeitsplatz.
Weltweit will Novartis 8000 seiner insgesamt 108’000 Stellen abbauen.
Novartis bestätigte auf Anfrage von AWP entsprechende Meldungen der Tamedia-Zeitungen. Betroffen sind laut den Berichten sämtliche Standorte.
Das Unternehmen hatte seine Mitarbeitenden am Dienstag erstmals im Detail über die Kündigungswelle informiert. «Bereits heute ist Novartis ein fokussiertes Arzneimittelunternehmen, doch hindert uns unsere konglomerate Struktur an der vollen Entfaltung unseres Potenzials», teilte der Pharmakonzern mit Hauptsitz in Basel seinem Personal in einer E-Mail mit, die SRF vorliegt. «Die Kosten für die Verwaltung unseres Unternehmens liegen weit über denen unserer Mitbewerber.» Dies erschwere Investitionen, heisst es weiter.
Daher wolle man eine «agilere Organisation für bessere Zusammenarbeit kreieren» und sich «noch stärker auf die Investitionen in neue Medikamente und deren Einführung konzentrieren». Dies hat laut der E-Mail von Novartis allerdings Folgen auf den Personalbestand: «Die neue Struktur wird sowohl schlanker als auch einfacher sein, und in der Konsequenz bedauerlicherweise zu einem unternehmensweiten Stellenabbau führen.»
Restrukturierung im April angekündigt
Der Konzern hatte Anfang April eine umfassende Restrukturierung angekündigt, mit der Novartis bis 2024 mindestens eine Milliarde Dollar einsparen will. Kernstück ist die Zusammenlegung der bisher getrennten Sparten «Innovative Pharmaprodukte» und «Krebsmedikamente». Zudem richtet das Unternehmen einen neuen Geschäftsbereich für Strategie und Unternehmenswachstum ein.
Neben der Anpassung der betrieblichen Struktur vereinfacht Novartis auch seine globalen Funktionen im Finanz- und Personalwesen, im Rechtswesen und in der Kommunikation. Dadurch fallen Stellen im gesamten Unternehmen weg.
«Novartis kommt bei der Umsetzung dieser Veränderungen in der gesamten Organisation zügig voran und hat die Ernennung der meisten Führungsteams auf globaler Ebene bereits abgeschlossen», schreibt Satoshi Sugimoto, Sprecher des Pharmakonzerns, auf Anfrage von Radio SRF. «Wir sind uns der Auswirkungen dieser Veränderungen auf unsere Mitarbeitenden bewusst und werden sicherstellen, dass wir alle Anforderungen hinsichtlich ihrer Konsultation erfüllen, gegebenenfalls über Vertretungsgremien.»
In der Schweiz laufen bereits die Konsultationen
In der Schweiz seien die formellen Konsultationen mit der Arbeitnehmervertretung auf Nicht-Management-Ebene und die Konsultationen mit dem Management der betroffenen Bereiche bereits im Gange.
Der Sozialplan umfasse Stellenvermittlung, Unterstützung durch ein Career Center, Bestplacement und Entwicklungsaktivitäten. «Ziel dieser Massnahmen ist, die internen und externen Beschäftigungschancen der Mitarbeitenden zu verbessern», hält Sugimoto fest.

22.06.2022

Novartis kündigt an Patent für Gilenya zu verteidigen

Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 78.84 -1.00%) hat angekündigt, in einem US-Rechtsstreit das Patent für Gilenya, ein Medikament gegen Multiple Sklerose, «energisch zu verteidigen». Man prüfe alle Möglichkeiten, um gegen einen Entscheid eines US-Gerichts in Delaware vorzugehen, das das Patent dem Konkurrenten HEC Pharma zuerkannt hat.

17.06.2022

Sandoz hat für das Biosimilar Adalimumab einen positiven Bescheid der EMA erhalten.

Sandoz, ein Tochterunternehmen von Novartis (NOVN 79.21 -2.28%), hat für das Biosimilar Adalimumab einen positiven Bescheid der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) erhalten.

02.06.2022

Novartis nimmt Betrieb in Ukraine wieder auf

Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 86.34 +0.19%) nimmt den Betrieb in der Ukraine wieder auf. Sicherheit der Mitarbeiter vor Ort bleibe oberstes Ziel, teilte das Unternehmen mit.

27.05.2022

Novartis verkauft Produktion für Wirkstoffe in England

Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 87.04 -0.89%) verkauft eine Produktion für pharmazeutische Wirkstoffe in England. Die zur International-Process-Plants-Gruppe gehörende Humber Industrials hat gemäss Mitteilung den 170 Hektar grossen Standort von Novartis in Grimsby an der britischen Ostküste übernommen.

05.05.2022

Novartis erhält die Zulassung der EU-Kommission für Jakavi

Der Basler Pharmakonzern Novartis (NOVN 85.31 -0.63%) hat für das Medikament Jakavi die Zulassung der EU-Kommission erhalten. Das Medikament gibt es für Patienten ab zwölf Jahren, es wird nach einer Knochenmark- oder Stammzelltransplantation eingesetzt.

04.05.2022

Novartis erhält Zulassung in der EU für Indikation der Zelltherapie Kymriah

Der Pharmakonzern erhält die Zulassung in der Europäischen Union für eine zusätzliche Indikation seiner personalisierten Zelltherapie Kymriah. Zusätzlich darf sie laut Novartis (NOVN 85.53 -0.37%) bei erwachsenen Personen eingesetzt werden, die an einer bestimmten Form von Lymphkrebs leiden, der zuvor nicht auf eine Behandlung angesprochen hat oder zurückgekehrt ist.

06.01.2022

Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Alnylam

Der Basler Pharmakonzern Novartis (NOVN 81.08 -0.02%) startet eine Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Alnylam hinsichtlich Therapien für Lebererkrankungen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete vor einigen Wochen über angebliches Übernahmeinteresse seitens Novartis am US-Biotech-Unternehmen.
Quelle: www.fuw.ch

04.01.2022

Das Basler Pharmaunternehmen Novartis gewinnt einen wichtigen Patentstreit in den USA

Das Basler Pharmaunternehmen Novartis (NOVN 80.30 -0.04%) gewinnt einen wichtigen Patentstreit in den USA. Das Berufungsgericht hat ein Dosierungsschema für das Multiple-Sklerose-Mittel Gilenya validiert, nachdem es bereits 2020 von einem Bezirksgericht bestätigt wurde. Die einstweilige Verfügung gegen das Unternehmen HEC Pharma bleibt somit bis zum Ablauf des Patents 2027 bestehen. Für Novartis ist das eine erfreuliche Nachricht, ist das Medikament mit einem Umsatz von 3 Mrd. $ doch eines der bedeutendsten Produkte im Portfolio.
Quelle: www.fuw.ch

22.11.2021

Sandoz weckt Interesse der BioNTech-Grossaktionäre

Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 76.29 +0.33%) hat seine Generika-Sparte Sandoz diesen Herbst ins Schaufenster gestellt. Laut einem Bericht des deutschen «Handelsblatts» prüfen nun die Biontech-Grossaktionäre Andreas und Thomas Strüngmann gemeinsam mit dem Finanzinvestor EQT den Einstieg bei Sandoz.
Die Strüngmann-Familie und der Finanzinvestor EQT erwägen Kreisen zufolge ein gemeinsames Angebot für Sandoz, schreibt das «Handelsblatt». Die Strüngmanns und EQT, die bereits einige Investments gemeinsam gemacht haben, wollten auch bei diesem Thema zusammenarbeiten. Es bahne sich ein Milliardendeal an.
Ob und in welchem Umfang sich die Familie Strüngmann dabei finanziell engagiert, sei gemäss Kreisen aber noch offen. Auch andere Investoren könnten sich zusätzlich anschliessen. Sandoz könnte bei einem Verkauf mit mehr als 20 Mrd. Fr. bewertet werden.
Ende Oktober anlässlich der Publikation der Drittquartalszahlen hatte Novartis angekündigt, dass zum Thema Sandoz eine strategische Überprüfung durchführe, die bis Ende 2022 zu einem Abschluss kommen soll. Die Überprüfung reiche von Überlegungen über die Synergien, die sich beim Verbleib innerhalb des Konzerns ergäben, bis hin zu den Vorteilen, die eine «Stand-Alone-Lösung» mit sich brächten, erklärte CEO Vas Narasimhan im Gespräch mit Journalisten.
Quelle: www.fuw.ch

08.11.2021

Moody’s hat das Langfrist-Kreditrating von Novartis mit A1 bestätig

Die Ratingagentur Moody’s hat das Langfrist-Kreditrating von Novartis (NOVN 76.26 +0.22%) mit A1 bestätig, der Ausblick lautet unverändert stabil. Moody’s bekräftigt auch das Langfristkreditrating für Roche (ROG 364.25 -0.01%) mit Aa3 und einem positivem Ausblick. Moody’s hat ihre Ratings nach der Ankündigung der Pharmakonzerne gemacht, Novartis verkaufe dem Mitbewerber Roche ein grosses Paket seiner Aktien für 19 Mrd. Fr.
Quelle: www.fuw.ch

04.11.2021

Novartis trennt sich von Roche-Anteil

Nach mehr als 20 Jahren versilbert Novartis (NOVN 76.47 -0.48%) die Roche-Beteiligung. Käufer ist der Roche-Konzern selbst, der für den Anteil von rund einem Drittel der Inhaberaktien rund 19 Mrd. Fr. (356.93 Fr. je Titel) auf den Tisch legt. Die erworbenen Aktien will Roche (ROG 368.50 +0.29%) vernichten.
Es sei nun der richtige Zeitpunkt gekommen, um die Beteiligung zu monetisieren, lässt sich Novartis-CEO Vas Narasimhan in einer Mitteilung vom Donnerstag zitieren. Die Beteiligung sei immer als ein reines Finanz-Instrument gesehen worden. Nachdem der Kurs der Inhaber-Aktien zuletzt auf historischen Höchstständen notiert hatte, sei die Gelegenheit günstig gewesen um auszusteigen.
Der Konzern war seit Mai 2001 Aktionär von Roche und hält derzeit 53,3 Mio. der Inhaberaktien, was etwa einem Drittel der insgesamt ausstehenden Inhaberaktien entspricht. Den Anteil hatte Novartis zwischen 2001 und 2003 für einen Gesamtbetrag von rund 5 Mrd. $ als langfristige Finanzbeteiligung erworben. Unter dem Strich fliesst Novartis nun ein Gewinn von 14 Mrd. $ in die Kasse.
Wie Roche in einer separaten Mitteilung schreibt, wurde der geplante Rückkauf der Aktien vom Verwaltungsrat genehmigt und wird mit Fremdmitteln finanziert. Als Ergebnis der Transaktion finde eine Gewinnverdichtung für alle Aktionäre und Genussschein-Inhaber von Roche statt.
Die Aktien werden von Roche zu einem Preis von 356,93 Fr. pro Stück zurückgekauft, was dem volumengewichteten Durchschnittskurs des Roche Genussscheins der letzten 20 Handelstage (bis und mit 2.11.) entspricht. Am Vorabend hatte der Roche-GS bei 368,50 Fr. geschlossen.
Gleichzeitig plant Roche für den 26. November eine ausserordentliche Generalversammlung. Sie soll eine Kapitalherabsetzung genehmigen, in deren Zuge man die von Novartis zurückgekauften Aktien vernichte, wie Roche weiter mitteilte.
Im Rahmen der Transaktion wird der Free Float der Roche-Aktien dann von derzeit 16,6 auf 24,9% steigen. Dies ermöglicht laut Roche die Aufnahme der Aktien in den Swiss Performance Index (SPI (SXGE 15'952.11 +0.63%)) sowie allenfalls weitere Indizes. Gleichzeitig erfolge durch die Transaktion kein Kontrollwechsel, da der Aktionärspool der Gründerfamilien schon bisher die Mehrheit der Stimmrechte hielt. Allerdings erhöht sich dieser nun auf etwa 67,5% von zuvor 50,1%.
Quelle: www.fuw.ch

26.10.2021

Novartis überprüft Sandoz

Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 77.02 -0.67%) kehrt Schritt für Schritt zur alten Stärke zurück. Nach einem bereits guten zweiten Quartal sind Umsatz und Gewinn auch im dritten Jahresviertel weiter gestiegen. Den Ausblick für das Gesamtjahr hat der Konzern bestätigt.
Vor allem aber beginnt Novartis für die angeschlagene Generika-Sparte Sandoz eine strategische Überprüfung. Ziel sei die Wertmaximierung für die Aktionäre. Dabei reichten die Optionen von der Beibehaltung des Geschäfts innerhalb von Novartis bis zur Trennung, wie der Konzern am Dienstag mitteilte.
In puncto Zahlen steht für das dritte Quartal 2021 ein Umsatz von 13,0 Mrd. $ zu Buche. Das ist ein Plus von 6% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, teilte der Konzern am Dienstag mit. Zu konstanten Wechselkursen (kWk) ergab sich ein Anstieg um 5%.
Dabei profitierte Novartis einerseits davon, dass Patienten wieder verstärkt zum Arzt gingen. Während der Pandemie hatten viele Arztbesuche aus Angst vor einer Corona-Ansteckung gescheut. Aber auch die Wachstumsträger Cosentyx und Entresto entwickelten sich weiter positiv.
Mit 10,6 Mrd. $ entfiel der Löwenanteil vom Umsatz auf die Pharmasparte Innovative Medicines. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Plus von 8%. Für die Generika-Sparte Sandoz weist Novartis Erlöse in Höhe von 2,4 Mrd. aus (-1%).
Operativ verdiente Novartis im dritten Quartal 3,2 Mrd. $ (+34%), während unter dem Strich ein Konzerngewinn von 2,8 Mrd. übrig blieb (+43%).
Für Analysten ist allerdings der um verschiedene Einflüsse bereinigte Kern-Betriebsgewinn wichtiger. Dieser fiel besser als vom Management in Aussicht gestellt aus und lag auch über dem AWP-Konsens der Analysten-Schätzungen.
Für das Gesamtjahr bestätigt die Novartis-Führung ihre Ziele. So soll der Umsatz auf Konzernebene zu konstanten Wechselkursen im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Den operativen Kerngewinn will das Unternehmen im mittleren einstelligen Prozentbereich erhöhen.
Quelle: www.fuw.ch

21.09.2021

Novartis kauft Berner Augenheilkunde-Unternehmen Arctos Medical

Novartis baut sein Portfolio in der Augenheilkunde mit der Übernahme von Arctos Medical aus, einem Spin-Off der Universität Bern.
Damit erweitere der Konzern sein bestehendes Angebot um ein Gentherapieprogramm für Patientinnen und Patienten mit schwerem Sehverlust.
Mit der Übernahme sichere sich Novartis das präklinische «Optogenetik-AAV-Gentherapieprogramm» und die Technologie von Arctos, teilte Novartis am Dienstag mit.
AAV steht dabei für «Adeno-assoziierte Viren». Die Optogenetik entwickle sich zu einem vielversprechenden Therapieansatz, um das Sehvermögen von Patientinnen und Patienten, die blind eingestuft sind, wiederherzustellen, heisst es in der Mitteilung.
Wie Cynthia Grosskreutz vom Research Institut NIBR im Gespräch mit AWP betonte, verfügt Novartis branchenweit über eines der umfangreichsten Research-Portfolios in der Augenheilkunde. Arctos entwickelte seine Technologie laut Mitteilung als potenzielle Methode zur Behandlung von vererbten Netzhautdystrophien (IRD) und anderen Krankheiten, die mit dem Verlust von Photorezeptoren einhergehen. Dazu zählt etwa die altersbedingte Makuladegeneration (AMD).
Während bestehende gentherapeutische Behandlungen auf die Korrektur eines bestimmten Gens abzielen, ist die Technologie von Arctos nicht auf ein bestimmtes Gen beschränkt und kann daher potenziell viele Formen von IRD unabhängig von der zugrunde liegenden Mutation behandeln.
Laut Novartis wird das firmeneigene, lichtempfindliche Optogen von Arctos mittels Gentherapie in bestimmte Netzhautzellen eingebracht und verwandelt die Zielzellen in Ersatzzellen, die den Fotorezeptoren ähneln. Im Erfolgsfall könnte ein auf dieser Technologie basierendes Therapeutikum zur Behandlung aller Krankheiten eingesetzt werden, die zur Erblindung aufgrund des Absterbens der Photorezeptoren führen.
Für Grosskreutz, den Global Head of Ophthalmology bei NIBR, ist gerade die Augenheilkunde besonders geeignet für den Einsatz von Gentherapien. «Einerseits sieht man das Organ direkt vor sich, das behandelt wird», erklärt die Expertin. Zudem seien gerade das Auge und der Sehprozess mittlerweile sehr gut erforscht, so dass man sehr genau weiss, wie und wo man mit einer Gentherapie ansetzen könnte.
Noch ist dies aber Zukunftsmusik, denn die Arctos-Technologie etwa wurde bislang nur in Tieren versucht. «Diese Technologie befindet sich aktuell noch in einem sehr frühen klinischen Stadium, erscheint aber von dem, was wie bisher gesehen haben als sehr vielversprechend.»
Quelle: www.nau.ch

13.09.2021

Novartis ist mit seinem Wirkstoff für Krebspatienten Tislelizumab einen Schritt weiter

Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 78.67 -1.39%) ist mit seinem Wirkstoff für Krebspatienten Tislelizumab einen Schritt weiter. In den USA hat die Zulassungsbehörde FDA den Antrag für den Anti-PD-1-Immun-Checkpoint-Inhibitor zur Behandlung einer bestimmten Form von Speiseröhrenkrebs angenommen.
Quelle: www.fuw.ch

01.09.2021

Novartis schliesst Vereinbarung mit NHS ab

Novartis (NOVN 84.79 +0.86%) hat mit dem britischen Gesundheitsdienst NHS eine Vereinbarung die Behandlung mit dem Cholesterinmittel Leqvio (Inclisiran) abgeschlossen. Über einen Zeitraum von drei Jahren sollen rund 300’000 Patienten mit einem hohen Risiko für einen zweiten kardiovaskulären Anfall mit Inclisiran behandelt werden, wie Novartis in der Nacht zum Mittwoch bekannt gab.
Die Zusammenarbeit zwischen dem NHS und Novartis trete in die Umsetzungsphase ein, nachdem die britischen Gesundheitsbehörden (NICE) eine positive abschliessende Empfehlung für den Einsatz von Inclisiran in der Primärversorgung zur Behandlung erwachsener Patienten ausgesprochen hätten, hiess es weiter.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen können, sind den Angaben zufolge in Grossbritannien für mehr als einen von vier Todesfällen verantwortlich. Sie stellten eine beträchtliche finanzielle Belastung für den staatlichen Gesundheitsdienst NHS dar, sol Novartis.
Quelle: www.fuw.ch

21.07.2021

Novartis steigert Ergebnis und bekräftigt Ziele

Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 83.34 +0.31%) hat im zweiten Quartal 2021 Umsatz und Gewinn gesteigert. Hatte im ersten Quartal die Covid-19-Pandemie Patienten noch von Arztbesuchen zurückgehalten und so das Geschäft belastet, haben die globalen Impfkampagnen nun ihre Wirkung gezeigt.
Entsprechend weist der Konzern für das zweite Quartal 2021 einen Umsatz von 13 Mrd. $ aus. Das ist ein Plus von 14% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Zu konstanten Wechselkursen (kWk) ergab sich ein Anstieg um 9%.
Zur Erinnerung: Das zweite Quartal 2020 war durch die erste Welle der Covid-19-Pandemie und die verschiedenen Lockdown-Massnahmen geprägt und hatte auch bei Novartis zu einem Geschäftsrückgang geführt. Damit ist die Vergleichsbasis für den aktuellen Berichtszeitraum günstiger und relativiert so auch das Plus.
Den Löwenanteil steuerte die Pharmasparte Innovative Medicines bei, die den Umsatz im zweiten Quartal um 15% auf 10,6 Mrd. Fr. steigerte. Hierzu trug vor allem ein anhaltend starker Absatz vom Herzmittel Entresto, dem Schuppenflechtemittel Cosentyx und der Genersatztherapie Zolgensma bei.
Bei der Generika-Sparte Sandoz stand ein Umsatz von 2,4 Mrd. zu Buche (+7%). Hier hätten sich die Geschäfte zu stabilisieren begonnen, hiess es.
Auf Gewinnebene verdiente Novartis im zweiten Quartal operativ 3,5 Mrd. $(+48%), während unter dem Strich ein Konzerngewinn von 2,9 Mrd. übrig blieb (+55%).
Für Analysten ist allerdings der um verschiedene Einflüsse bereinigte Kern-Betriebsgewinn wichtiger. Dieser fiel besser als vom Management in Aussicht gestellt aus und lag auch über dem AWP-Konsens der Analysten-Schätzungen.
Für das Gesamtjahr bestätigt die Novartis-Führung ihre Ziele. So soll der Umsatz auf Konzernebene zu konstanten Wechselkursen im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Den operativen Kerngewinn will das Unternehmen im mittleren einstelligen Prozentbereich erhöhen.
Quelle: www.fuw.ch

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