Syngenta AG - News

16.08.2021

Syngenta Group: Börsengang aus der Pole Position

China orchestriert seinen wirtschaftlichen Aufstieg sehr gekonnt. Einst galt das Land als «Werkbank der Welt», und westliche Firmen wollten dort unbedingt kostengünstig produzieren. Das erlaubten die Chinesen aber nur in von ihnen anteilsmässig beherrschten Joint Ventures. Dadurch gewannen sie raschen und tiefen Einblick in das technologische Know-how des Westens. Das Wissen ist so erfolgreich nach China geflossen, dass das Land nun nach den USA die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt ist.
Deshalb ist es sinnvoll, auch bei der 2017 durchgeführten Akquisition der Schweizer Agrochemiefirma Syngenta durch den Staatskonzern ChemChina vor allem nach strategischen und nicht finanziellen Aspekten zu suchen, die der Transaktion einen Sinn verleihen. Syngenta entstand 2000 aus den Saatgut- und Pflanzenschutzmittelaktivitäten von AstraZeneca und Novartis. Sie brillierte 2001 mit der vollständigen Entschlüsselung des Reisgenoms und erhielt 2004 als erste Firma die EU-Zulassung für eine genveränderte Maissorte. Mit der Übernahme von Syngenta sicherte sich China den Zugang zum ausgezeichneten Know-how des Unternehmens bei genetisch verändertem Saatgut und anderen landwirtschaftlichen Technologien.
Das aufstrebende China will seine Lebensmittelversorgung sicherstellen und sich von Importen unabhängiger machen. Es ist nicht verwunderlich, wenn der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping betont, dass sich Chinas Modernisierung nicht von der Modernisierung der Landwirtschaft trennen lasse. Das Land verfügt über 7% der globalen Ackerfläche, beherbergt aber 22% der Weltbevölkerung. Rund 70% der Ackerflächen werden von Kleinbauern bestellt, die nicht besonders effizient wirtschaften.
Quelle: www.fuw.ch

03.07.2021

Syngenta-IPO könnte 10 Mrd. $ schwer werden

Der voraussichtlich weltweit grösste Börsengang in diesem Jahr hat eine wichtige Hürde genommen. Die chinesische Wertpapieraufsicht China Securities Regulatory Commission (CSRC) nahm den Antrag des Agrochemiekonzerns Syngenta Group für ein Listing am Star Market der Börse Schanghai an, wie dem bei der Börse eingereichten Prospekt am Freitag zu entnehmen war. Der bisherige Eigner, der Staatskonzern ChemChina, peilt mit dem Börsengang einen Erlös von rund 65 Mrd. Yuan oder umgerechnet 10 Mrd. $ an. Im Rahmen der Transaktion wolle Syngenta bis zu 2,79 Mrd. Aktien platzieren, wie es in dem Dokument hiess.
Syngenta insgesamt dürfte inklusive Schulden mit rund 60 Mrd. $ bewertet werden, wie mit der Transaktion vertrauten Personen zur Nachrichtenagentur Reuters gesagt hatten. Syngenta fasst früheren Angaben zufolge eine Zweitnotierung ins Auge, die einige Monate nach der Erstnotiz über die Bühne gehen könnte. Mögliche Börsenplätze dafür wären Zürich, London oder Hongkong. ChemChina, die inzwischen in Sinochem Holdings aufgegangen ist, hatte Syngenta 2017 übernommen und von der Schweizer Börse SIX genommen.
Quelle: www.fuw.ch

07.06.2021

Syngenta-CEO hofft auf Börsengang bis Ende 2021

Dass der Saatguthersteller Syngenta wieder an die Börse will, ist schon längst kein Geheimnis mehr. Offiziell soll ein Börsengang bis Mitte 2022 erfolgen. Doch könnte der Schritt schon früher geschehen.
«Ich hoffe, wir schaffen es bis Ende 2021», sagte CEO Erik Fyrwald im Interview mit der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» (FAS). «Wenn es früher als 2022 klappt – umso besser», hatte der Manager Ende April noch gegenüber der Nachrichtenagentur AWP gesagt, ohne sich allerdings auf ein Datum festzulegen.
Weiter forderte der Manager in dem Gespräch mit der FAS eine Modernisierung der Landwirtschaft. Er wolle, dass die Menge an eingesetzten Pestiziden sinke. «Aber dafür brauchen die Landwirte moderne Mittel, die auch in kleineren Mengen wirken», sagte er. «In Europa dagegen müssen sie ältere Pestizide einsetzen, die mit grösseren Mengen eine geringere Wirkung haben.»
Die Eidgenossenschaft stimmt am 13. Juni über die Trinkwasser- und die Pestizid-Initiative ab. Diese richten sich gegen einen Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft. Wichtiges Argument der Befürworte ist neben der Gesundheitsgefahr, dass künstliche Pestizide nicht vereinbar sind mit einer nachhaltigen Landwirtschaft. Bei der Gegnerschaft schwingt die Befürchtung höherer Lebensmittelpreise obenaus.
Quelle: www.fuw.ch

28.04.2021

Syngenta soll noch 2021 zurück an die Börse

Die Zeichen für eine baldige Rückkehr des Basler Saatgutkonzerns Syngenta auf das Börsenparkett verdichten sich. Die chinesischen Eigner würden das Schweizer Agrarchemieunternehmen vermutlich noch dieses Jahr platzieren, schreibt das deutsche «Handelsblatt» in seiner Ausgabe vom Mittwoch (Vorabmeldung).
Als Quelle nennt die Zeitung «Finanz- und Branchenkreise» Diesen Kreisen zufolge dürfte die chinesisch-schweizerische Gruppe dabei mit 50 bis 60 Mrd. $ bewertet werden. Damit käme die Syngenta-Gruppe an den Börsenwert von Konkurrent Bayer (BAYN 52.94 -2.47%) heran, der derzeit bei 58 Mrd. $ liegt, wie die Zeitung in dem Bericht weiter schreibt.
Eine Anfrage der Nachrichtenagentur AWP bei Syngenta, was von dem Bericht zu halten sei, beantwortete ein Sprecher nur indirekt. Er wiederholte jedoch, was die Gruppe bereits Anfang April bestätigt hatte: Dass ein IPO bis 2022 geplant ist. «Wir halten dies nach wie vor für einen wahrscheinlichen Zeitrahmen für einen Börsengang der Syngenta-Gruppe», erklärte er. «Der Zeitpunkt eines Börsengangs hängt von den Marktbedingungen ab, aber wir bleiben auf Kurs, um dieses Ziel zu erreichen.»
Zur Syngenta Gruppe gehören nebst dem Schweizer Pflanzenschutz- und Saatgutkonzern Syngenta AG auch noch die israelische Adama und die Agrargeschäfte der in China beheimateten Sinochem. Syngenta war im Jahre 2000 aus der Fusion der Agroaktivitäten von Novartis (NOVN 79.16 +0.05%) und der britischen AstraZeneca entstanden.
Das Unternehmen war bis zur Übernahme durch ChemChina im Jahre 2017 an der Schweizer Börse kotiert. Zwei Jahre vorher hatten die Basler einen Übernahmeversuch von Monsanto noch abgewehrt. Der US-Konzern wurde danach von Konkurrent Bayer geschluckt. Für Syngenta bezahlte ChemChina 2017 rund 43 Mrd. $. Darin waren Adama und Sinochem allerdings nicht enthalten, sie kamen später zu Syngenta.
Als möglicher Börsenplatz für das IPO wurde früher Schanghai und Hongkong genannt. Mögliche Zweitkotierungen könnten in London, New York und Zürich erfolgen, hiess es damals.
Quelle: www.fuw.ch

13.10.2020

Syngenta übernimmt italienisches Biotech-Unternehmen Valagro

Der Agrochemiekonzern Syngenta übernimmt das italienische Biotechnologie-Unternehmen Valagro. Damit will die Gruppe vom stark wachsenden Markt mit Pflanzenschutzmitteln aus dem Genlabor profitieren.
Valagro setzte 2019 mit biopharmazeutischen Pflanzenschutzmittel rund 175 Millionen Dollar um. Seit 2009 ist das Unternehmen jährlich um rund 10 Prozent gewachsen.
Syngenta will Biotechgeschäft aufbauen
Mit der Übernahme wolle Syngenta ein weltweit führendes Biotechgeschäft aufbauen. Dies schreibt das Unternehmen mit Sitz in Basel in einer Mitteilung vom Dienstag. Der Markt mit Biopharmazeutika solle sich in den nächsten fünf Jahren verdoppeln.
Die finanziellen Details der Übernahme werden nicht bekanntgegeben. Valagro soll innerhalb der Syngenta-Pflanzenschutzdivision als unabhängige Marke operieren. Das im italienischen Atessa ansässige Unternehmen zählt weltweit über 700 Angestellte und acht Produktionswerke.
Quelle: www.nau.ch

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