Zurich Insurance Group AG - News

22.09.2021

Versicherer Zurich investiert in kanadisches Cybersecurity-Start-up

Der Versicherer Zurich ist eine Partnerschaft mit Boxx Insurance eingegangen. Das Start-up mit Sitz im kanadischen Toronto entwickelt nach eigenen Angaben Produkte zum Schutz vor Cyberangriffen für KMUs und Privatanwender. Diese Schutzlösungen kombiniert es jeweils mit einer Cyberversicherung.
In einer Mitteilung hebt Jack Howell, CEO von Zurich Global Ventures, den präventiven Ansatz von Boxx Insurance hervor. Er gibt sich "überzeugt, dass sie ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen, das das Potenzial hat, die Cyberversicherung für dieses Kundensegment aktiv zu gestalten. Boxx ist ein spannendes Unternehmen, das sich leidenschaftlich dafür einsetzt, Cybersicherheit für Kunden einfach zu machen, indem es Tools und Technologie mit Versicherungen integriert."
Laut der Mitteilung will Zurich selbst im Cyberbereich für KMUs und Consumer aktiv werden. Als Teil dieses Plans beteiligt sich das Unternehmen an der aktuellen Finanzierungsrunde von Boxx Insurance in der Höhe von insgesamt 10 Millionen US-Dollar. Weitere Geldgeber sind Cyber Mentor Fund und SixThirty Ventures, teilt Boxx Insurance mit. Man werde das Geld nutzen, um neue Mitarbeiter einzustellen und die internationale Expansion vorzubereiten.
Vor einem Jahr gab Zurich bekannt, seine Konzernleitung umzustellen und eine Geschäftseinheit, zu schaffen, die die digitalen Dienstleistungen weltweit ausbauen soll.
Quelle: www.netwoche.ch

08.04.2021

Zurich Insurance ist gemäss Medienberichten in Grossbritannien in einen Immobilienskandal verwickelt

Der Versicherer Zurich Insurance (ZURN 407.50 +0.32%) ist gemäss Medienberichten in Grossbritannien in einen Immobilienskandal verwickelt. Er soll laut Gerichtsunterlagen bei der Abnahme und der Inspektion von Neubauten Fehler begangen haben, schrieb die britische Zeitung «The Sunday Times» über das Osterwochenende. Möglich seien Schadenersatzzahlungen in Höhe von bis zu 1 Mrd. £. Ein prominentes Beispiel im sogenannten The Building Safety Scandal ist der Brand im Londoner Grenfell Tower im Jahr 2017, der 72 Todesopfer gekostet hatte.
Quelle: www.fuw.ch

11.02.2021

Zurich schneidet besser ab als erwartet

Die Zurich-Gruppe hat im Jahr 2020 deutlich weniger verdient als 2019. Coronabedingte Zahlungen und Kosten zu Naturkatastrophen haben die Rechnung belastet. Der Versicherer bleibt dennoch gut finanziert und verspricht den Aktionären erneut eine hohe Dividende.
Für 2020 weist die Zurich laut Mitteilung vom Donnerstag einen operativen Gewinn, genannt Business Operating Profit (BOP), in Höhe von 4,24 Mrd. $ aus. Das ist ein Rückgang von einem Fünftel gegenüber dem Vorjahr, aber mehr als Analysten im Vorfeld erwartet hatten.
Der Gewinnrückgang hat einen Grund: Corona. Die Zurich hat zahlreiche Firmen, die sich gegen behördlich verordnete Schliessungen etwa im Epidemiefall versichert haben, entschädigt und auch die Leistungen in der Reiseversicherung sind coronabedingt deutlich höher ausgefallen als in «normalen» Jahren.
Insgesamt seien im Zusammenhang mit Corona über die gesamte Gruppe Kosten im Umfang von 852 Mio. $ angefallen, schreibt die Zurich. Davor hatte sie bereits früh nach Ausbruch der Pandemie gewarnt. Naturkatastrophenschäden drückten zusätzlich mit 588 Mio. $ aufs Ergebnis.
Wachstum in Schadensparte
Das drückte insbesondere in der grössten Sparte, dem Schadengeschäft, auf die Resultate. Da sank der Betriebsgewinn um beinahe 30% auf 2,08 Mrd. $ und der fürs Geschäft massgebliche Schaden-Kosten-Satz verschlechterte sich um 2 Prozentpunkte auf 98,4%.
Allerdings wuchs die Sparte: Um Währungseffekte, Akquisitionen und Veräusserungen bereinigt nahmen die Bruttoprämien im Schadengeschäft um 4% zu. Gewachsen sei man insbesondere im Firmenkundengeschäft in Europa, dem Nahen Osten und Afrika sowie in Nordamerika, heisst es.
Mitverantwortlich dafür waren auch Preissteigerungen von insgesamt 8%. Allein in Nordamerika seien die Prämiensätze für Firmenkunden um 17% angestiegen, so die Zurich.
Nicht ganz so rund lief es in der Lebensversicherung. Dort gingen die Prämieneinnahmen um bereinigt 4% zurück und die relevante Kennzahl fürs Neugeschäft (APE) sank gar um 7%.
Das habe auch mit den behördlichen Lockdowns zu tun gehabt, was den Kundenkontakt erschwere, begründet die Zurich. Zudem sei 2019 für die Sparte ein ausserordentlich gutes Jahr gewesen.
Das Geschäft des US-Partner Farmers, für den die Zurich Dienstleistungen erbringt, ging bei den Bruttoprämien ebenfalls leicht um 3% zurück. Doch mit Farmers will die Zurich in Zukunft wachsen, gegen Ende 2020 wurde die Übernahme des Nichtlebengeschäfts des US-Versicherers MetLife angekündigt. Damit soll Farmers auch im Osten des Landes an Grösse gewinnen.
Erneut 20 Fr. Dividende
Unter dem Strich verblieb der Zurich ein Reingewinn von 3,83 Mrd. $ nach 4,15 Mrd. im Vorjahr. Die AWP-Konsenschätzung hat knapp 3 Mrd. $ betragen. Trotz des Gewinnrückgangs sollen die Aktionäre wiederum in den Genuss einer Dividende in Höhe von 20 Fr. je Aktie kommen. Die Zurich gehört diesbezüglich zu den grosszügigsten Firmen an der Schweizer Börse.
Die hohe Ausschüttung ist auch deshalb möglich, weil die Zurich trotz hoher Covid- und Naturkatastrophen-Zahlungen nach wie vor gut kapitalisiert ist. Die Solvenz basierend auf dem Schweizer Solvenztest schätzt die Zurich auf 182%. Angestrebt werden mindestens 160%.
An den bis 2022 gesetzten Mittelfristzielen hält die Gruppe fest. Unter anderem soll die Kapitalrendite mit dem Betriebsergebnis über 14% liegen. Im Jahr 2020 erreichte die Zurich die eigenen Vorgaben mit einem Wert von 11,0% nicht ganz.
Zurich nominiert Sabine Keller-Busse für den Verwaltungsrat
Der Verwaltungsrat der Zurich-Gruppe dürfte demnächst einen prominenten Zuzug erhalten. Der Versicherer schlägt den Aktionären die Wahl von Sabine Keller-Busse vor. Sie ist die neue Chefin der UBS (UBSG 13.76 +0.15%) Schweiz.
Keller-Busse soll an der ordentlichen Generalversammlung vom 7. April in den Zurich-Verwaltungsrat gewählt werden, wie es in der Mitteilung vom Mittwochabend weiter heisst. Sie ergänze das Gremium mit ihrer umfangreichen Erfahrung in den Bereichen Mitarbeiterführung, Operations und Digitalisierung in idealer Weise, wird Präsident Michel Liès zitiert.
Sabine Keller-Busse hat im Februar die Leitung des Schweizer Geschäfts der UBS übernommen und sitzt auch in der Konzernleitung der Grossbank, für die sie zuvor als COO tätig war. Davor war sie kurz bei der Credit Suisse (CSGN 12.36 +0.16%) und während mehrerer Jahre beim Unternehmensberater McKinsey tätig. Sie ist aktuell unter anderem auch Vizepräsidentin im SIX-Verwaltungsrat.
Die Zurich wird am Donnerstag den Jahresabschluss 2020 vorlegen.
Quelle: www.fuw.ch

20.01.2021

Zurich zieht sich von Nord Stream 2 zurück

Der Versicherer Zurich hat beschlossen, dem Pipelineprojekt Nord Stream 2 keine Versicherungsdienstleistungen mehr zu gewähren. Er bestätigte am Dienstag Berichte über einen Ausstieg aus dem Projekt.
«Wir haben alle unsere Versicherungsdeckungen gekündigt, die unter dem im Januar in Kraft getreten National Defense Authorization Act für 2021 sanktionsfähig waren», erklärte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von AWP. Die Gruppe habe sich zuvor mit dem US-Aussenministerium abgestimmt, um die Sanktionen gegen die Ostsee-Pipeline zu beleuchten.
Die Zurich sei der Ansicht, dass sie nun im Zusammenhang mit der Nord-Stream-2-Pipeline keinem Sanktionsrisiko seitens der US-Regierung ausgesetzt sei. Der Versicherer werde auch weiterhin eng mit allen Aufsichtsbehörden weltweit zusammenzuarbeiten.
Die US-Regierung will am heutigen Dienstag erstmals Sanktionen wegen der deutsch-russischen Ostsee-Pipeline verhängen. Die Strafmassnahmen sollen das am Pipeline-Bau beteiligte russische Verlegeschiff «Fortuna» und ihren Inhaber, die russische Firma KVT-RUS, betreffen. Das Konsortium Nord Stream 2 ist im Schweizerischen Zug ansässig und ist eine Tochter des russischen Gazprom-Konzerns.
Quelle: www.fuw.ch

13.01.2021

Anleihe mit Volumen von 1,75 Mrd. $ platziert

Der Versicherungskonzern Zurich Insurance (ZURN 380.20 -0.5%) hat eine nachrangige Anleihe mit Volumen von 1,75 Mrd. $ und Laufzeit bis April 2031 platziert. Der Zins beträgt 3%.
Quelle: www.fuw.ch

11.12.2020

Zurich greift in den USA zu

Die Zurich Insurance (ZURN 361.20 -1.23%) Group kauft in den USA zu. Der Versicherer übernimmt vom US-Konkurrenten MetLife die Sparten Schaden- und Unfallversicherung. Der Preis beläuft sich insgesamt auf 3,94 Mrd. $, wie der Konzern am Freitag mitteilte.
Die MetLife-Sparten sollen den Angaben zufolge gemeinsam mit dem US-Partner der Zurich-Gruppe, den Farmers Exchanges, gekauft und dem Farmers-Geschäft hinzugefügt werden. Die MetLife-Sparte umfasst ein Prämienvolumen von 3,6 Mrd. $ und rund 3’500 Mitarbeitende. Damit werde Farmers in den USA bei den Personalversicherungen zum sechstgrössten Anbieter, heisst es.
Die Übernahme kommt nicht ganz überraschend. Im November hatte die Zurich bestätigt, dass mit MetLife Gespräche darüber geführt werden.
Quelle: www.fuw.ch

23.11.2020

Zurich Insurance Group will Teile von MetLife übernehmen

Laut Berichten stehen die Zurich Insurance Group und MetLife in Gesprächen bezüglich einer Übernahme.
Die «Zurich Insurance Group» könnte die Auto- und Hausratsversicherung der «MetLife» übernehmen. Bereits im Dezember könnte die Übernahme verkündet werden, wie das «Handelsblatt» berichtet.
Die Verhandlungen seien bereits fortgeschritten. Als Transaktionssumme stehen rund vier Milliarden Dollar im Raum. Der Gewinn von MetLife sank im dritten Quartal um 68 Prozent, schreibt das Portal weiter.
Die Zurich Versicherungen machten im abgelaufenen Geschäftsjahr ungefähr zwei Drittel der Einnahmen mit Schaden- und Unfallversicherungen. Falls die Gespräche eine Einigung bringen, könnte die Übernahme laut «handelsblatt.com» bereits im Dezember vonstattengehen. (Quelle: Nau.ch)

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