Swiss Steel Holding AG - News

14.09.2021

Swiss Steel will VR erweitern

Das Stahlunternehmen Swiss Steel (STLN 0.43 +2.24%) will seinen Verwaltungsrat erweitern. Dazu lädt das Unternehmen zu einer ausserordentlichen Generalversammlung am 6. Oktober ein. An dieser werden der ehemalige Swisscom-Finanzchef Mario Rossi sowie Ralf Göttel und Emese Weissenbacher zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen.
Zudem will Swiss Steel die in den Statuten festgelegte Zahl der Mitglieder des Aufsichtsgremiums leicht erhöhen. Neu sollen es fünf bis zehn Verwaltungsräte statt bisher fünf bis neun sein, wie der in Luzern ansässige Konzern am Dienstag mitteilte.
Die drei neuen Mitglieder brächten Erfahrung in den Bereichen internationale Führung in einem industriellen Umfeld, Automobilzulieferung, Prozessoptimierung, Effizienzsteigerung, strategische Neuausrichtung sowie Finanzen und Rechnungswesen mit, hiess es weiter.
Rossi war von 2013 bis Februar diesen Jahres Finanzchef der Swisscom (SCMN 530.20 +0.76%). Derzeit präsidiert er den Verwaltungsrat der Cablex AG und ist Verwaltungsrat beim Flugzeugbauer Pilatus sowie Mitglied der Sanktionskommission der Schweizer Börse.
Göttel führt derzeit die weltweit in der Auto- und Stahlindustrie tätige Benteler International AG mit Sitz in Salzburg als CEO. Weissenbacher ist seit 2015 Finanzchefin beim deutschen Filtrationsunternehmen Mann + Hummel International.
Die ausserordentliche GV wird gestützt auf die Covid-19-Verordnung ohne die Anwesenheit der Aktionäre stattfinden. Diese können ihre Stimmrechte ausschliesslich über den unabhängigen Stimmrechtsvertreter ausüben, wie es weiter hiess.
Quelle: www.fuw.ch

26.05.2021

Swiss Steel: Liwet begrüsst Spuhler-Engagement

Beim Stahlkonzern Swiss Steel (STLN 0.39 -0.39%) stehen die Zeichen auf Entspannung: Die Grossaktionärin Liwet um den russischen Milliardär Viktor Vekselberg will auf einen Rekurs gegen einen Entscheid der Finanzmarktaufsicht Finma verzichten.
Grund dafür sei der Einstieg des Thurgauer Unternehmers Peter Spuhler, gab Liwet am Dienstagabend in einem Communiqué bekannt. Spuhler hatte vergangene Woche über seine Beteiligungsgesellschaft PCS Holding 10% der Swiss Steel-Aktien von Hauptaktionär Bigpoint des Amag-Besitzers Martin Haefner gekauft. Die Liwet Holding begrüsse den Erwerb von 10% der Swiss Steel-Aktien durch Peter Spuhler, erklärte die Gesellschaft.
Damit sei Spuhlers PCS zum Ankeraktionär von Swiss Steel geworden, während der Anteil der Bigpoint Holding von Martin Haefner von 51,4 auf 41,4% zurückgegangen sei. Die Liwet Holding und Complexprom halten ihrerseits zusammen 25,9% an Swiss Steel. Liwet hatte ursprünglich ein allgemeines Pflichtangebot von Bigpoint für alle Aktionäre verlangt.
«Aufgrund dieser erfreulichen Entwicklung wird, ohne irgendwelche Absprachen, auf den Weiterzug des Verfahrens an das Bundesverwaltungsgericht verzichtet», auch wenn man von der Rechtmässigkeit der Beschwerde bei der Finma überzeugt sei, erklärte Liwet.
«In der Sache ist die ungünstige Machtballung beendet, und zudem erfährt Swiss Steel eine klare strategische Aufwertung mit der Einbindung eines Industriellen mit dem Renommée eines Peter Spuhlers. Liwet wird deshalb keine weiteren rechtlichen Schritte in dieser Angelegenheit unternehmen und freut sich auf die konstruktive Zusammenarbeit mit allen Aktionären der Swiss Steel», erklärte die Gesellschaft um Vekselberg.
«Wir sind überzeugt, dass die Veränderungen der Aktionärsstruktur in der vergangenen Woche zum Vorteil sowohl der Aktionäre als auch der Mitarbeitenden, ja aller Stakeholder der Swiss Steel Gruppe sind. Statt einem dominierenden Hauptaktionär, der mehr als die Hälfte der Anteile hielt, sind wir jetzt einen entscheidenden Schritt vorangekommen, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Gross- und Kleinaktionären zu erreichen», hiess es weiter. Liwet sei erfreut über diese neueste Entwicklung und werde zur Sicherung der Zukunft von Swiss Steel und der Arbeitsplätze beitragen, äusserte sich Liwet-Verantwortlicher Alexey Moskov.
Vergangene Woche war bekannt geworden, dass Haefner 306 Millionen Aktien an Spuhlers PCS verkauft hat. Damit sank seine Beteiligung wieder unter die Marke von 50%, die er in den vergangenen zwei Jahren mit Kapitalerhöhungen und der Übernahme der Anteile der Gründerfamilie überschritten hatte. Zuvor hatte Haefners Bigpoint rund 10% an Swiss Steel besessen.
Der Aufstieg Haefners zum Mehrheitsaktionär führte zur Auseinandersetzung mit Liwet. Vergangenen Donnerstag wurde bekannt, dass die Finma die Beschwerde von Liwet gegen eine Verfügung der Übernahmekommission (UEK) abgewiesen hatte. Liwet hatte mit einer Reihe von rechtlichen Schritten versucht durchzusetzen, dass Bigpoint doch noch ein allgemeines Pflichtangebot an alle Swiss-Steel-Aktionäre unterbreiten muss.
Ein entsprechendes Gesuch wurde seinerzeit von der Übernahmekommission abgelehnt, womit die von Swiss Steel geplante Kapitalerhöhung voranschreiten konnte. Gegen diese Verfügung der UEK hatte Liwet eine Beschwerde bei der Finma erhoben, welche ihrerseits abgewiesen wurde.
Quelle: www.fuw.ch

21.05.2021

Peter Spuhler steigt bei Swiss Steel ein

Beim Stahlhersteller Swiss Steel (STLN 0.33 +2.99%) kommt es zu einer Änderung in der Aktionärsstruktur. Die BigPoint Holding AG von Grossaktionär Martin Haefner trennt sich von 306 Mio. Aktien und veräussert diese an die PCS Holding AG von Stadler Rail-Patron Peter Spuhler. Dies entspreche rund 10% des Aktienkapitals und der Stimmrechte von Swiss Steel, heisst es in einem Communiqué am Freitag. Der Anteil von Martin Haefner sinkt somit von 51 auf 41%. Swiss Steel (vormals Schmolz+Bickenbach) ist Weltmarktführer im Spezial-Langstahl-Markt.
Haefner war in den vergangenen zwei Jahren zum grössten Aktionär des finanziell gebeutelten Stahlherstellers aufgestiegen. Über Kapitalerhöhungen und der Übernahme der Anteile der Gründerfamilie kletterte die Beteiligung von BigPoint am Unternehmen von zuvor rund 10% auf über 50%.
Dies führte zur Auseinandersetzung mit der Liwet Holding um den russischen Milliardär Viktor Vekselberg, die ein Viertel der Aktien besitzt. Am (gestrigen) Donnerstag wurde bekannt, dass die Finanzmarktaufsicht (Finma) die Beschwerde von Liwet gegen eine Verfügung der Übernahmekommission (UEK) abgewiesen hat.
Liwet hatte mit einer Reihe von rechtlichen Schritten versucht durchzusetzen, dass BigPoint doch noch ein allgemeines Pflichtangebot an alle Swiss-Steel-Aktionäre unterbreiten muss.
Ein entsprechendes Gesuch wurde seinerzeit von der Übernahmekommission abgelehnt, womit die von Swiss Steel geplante Kapitalerhöhung voranschreiten konnte. Gegen diese Verfügung der UEK hatte Liwet eine Beschwerde bei der Finma erhoben, welche nun ihrerseits abgewiesen wurde.
Liwet kann diesen Entscheid nun noch beim Bundesverwaltungsgericht anfechten.
Quelle: www.fuw.ch

05.05.2021

Swiss Steel erholt sich deutlich

Der Spezialstahlhersteller Swiss Steel (STLN 0.30 -7.81%) hat im ersten Quartal 2021 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Die Absatzmenge stieg durch die anhaltende Nachfrage in der Automobilindustrie und eine sichtbarer Erholung im Maschinen- und Anlagenbau, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt. Zudem seinen die Kosten weiter gesenkt worden.
Der Stahlkonzern hatte bereits Ende April Eckwerte zum Quartal genannt. Die definitiven Zahlen weisen nun beim Absatz im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von rund 12% auf 510 Kilotonnen aus und beim Umsatz einen Anstieg zum Vorjahr von 6,7% auf 751,6 Mio. €. Der durchschnittliche Stahlpreis sank innert Jahresfrist hingegen um 4,3% auf 1476 Euro pro Tonne.
Speziell auf der Ressourcenseite habe sich das Preisniveau «herausfordernd» gezeigt, heisst es. Man habe aber Preiserhöhungen mit den Kunden vereinbaren können, um dem zu begegnen.
Das adjustierte Betriebsergebnis (Ebitda) war mit 44,5 Mio. € positiv, 2019 hatte hier ein Verlust von 6,1 Mio. resultiert. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 4,8 Mio. € übrig, dies nach einem satten Minus von 42,3 Mio. in der Vorjahresperiode.
Die Ergebnisverbesserung sei neben dem besseren Absatz vor allem auch mit Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmassnahmen erreicht worden, schreibt Swiss Steel. Die Kurzarbeit sei in fast sämtlichen Produktionsbereichen reduziert worden.
Der Umsatzanstieg spiegle insbesondere die höhere Nachfrage aus der Automobilindustrie wider. Der Absatz an Qualitäts- & Edelbaustahl lag rund 22% höher als im Vorjahr. Im Vorjahreszeitraum hatten Italien und China früh Massnahmen zur Pandemie-Eindämmung ergriffen. In der Region Amerika konnte, trotz sich abzeichnender Erholung der Nachfrage aus der Öl- und Gasindustrie, das Umsatzniveau des Vorjahresquartals nicht erreicht werden, wie es weiter heisst.
Mit Blick auf das Gesamtjahr gibt sich das Management optimistisch. Aufgrund der verbesserten Auftragslage in der ersten Jahreshälfte sei im Gesamtjahr ein bereinigter Ebitda von mehr als 100 Mio. € zu erwarten.
Im zweiten Quartal soll die Liquidität verbessert und das Transformationsprogramm fortgesetzt werden, heisst es weiter. Durch die jüngste Kapitalerhöhung wurde die Nettoverschuldung um rund 18% reduziert, wie das Unternehmen betont.
Quelle: www.fuw.ch

28.04.2021

Ergebnis im ersten Quartal 2021 deutlich gesteigert

Swiss Steel (STLN 0.29 +4.95%) hat im ersten Quartal 2021 das Ergebnis deutlich gesteigert. Beim bereinigten Ebitda sei mit einer Verbesserung auf rund 44 Mio. €, nach –6 Mio. € im Vorjahr, zu rechnen. Ausblick und Details folgen am 5. Mai.
Quelle: www.fuw.ch

24.03.2021

Swiss Steel: Neuer CEO beginnt im Juli

Der Führungswechsel beim Stahlhersteller Swiss Steel (STLN 0.23 -2.3%) geht etwas rascher über die Bühne als ursprünglich gedacht. Frank Koch wird seinen Posten als CEO bereits am 1. Juli 2021 antreten, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der aktuelle CEO, Clemens Iller, wird die Gruppe per Ende Juni verlassen.
Im Dezember hatte Swiss Steel Koch als kommenden Konzernchef vorgestellt. Damals hiess es, er werde seine neue Aufgabe spätestens im Januar 2022 antreten. Mit dem bisherigen Arbeitgeber sei nun eine Einigung für einen früheren Eintritt gefunden worden, heisst es nun.
Koch hat während der letzten drei Jahre als CEO den deutschen Stahlproduzenten GMH Group (Georgsmarienhütte) geführt und restrukturiert, nachdem er dort bereits ab 2008 als CSO/Logistics und COO Mitglied der Konzernleitung verantwortlich gewesen war.
Quelle: www.fuw.ch

19.02.2021

Restrukturierungschef Josef Schultheis wird den Konzern verlassen

Der Stahlhersteller Swiss Steel (STLN 0.26 +1.74%) will die Krise hinter sich lassen. Restrukturierungschef Josef Schultheis wird den Konzern wie geplant Ende Februar verlassen, er hat seit dem vergangenen August den Turnaround vorangetrieben.
Quelle: www.fuw.ch

10.02.2021

Swiss Steel kann mit der geplanten Kapitalerhöhung vorwärtsmachen

Der Stahlhersteller Swiss Steel (STLN 0.27 +4.59%) kann mit der geplanten Kapitalerhöhung vorwärtsmachen. Sie soll nun bis spätestens 22. März vollzogen werden. Dies, nachdem die Aktionärin Liwet darauf verzichtet hat, Berufung gegen ein Ende der Handelsregistersperre einzureichen.
Quelle: www.fuw.ch

01.02.2021

Swiss Steel erzielt einen Erfolg gegen Liwet

Swiss Steel (STLN 0.25 -1.37%) hat im Rechtsstreit mit der Aktionärin Liwet-Holding, an welcher der russische Milliardär Victor Vekselberg rund 45% hält, einen Erfolg erzielt. Die Aufhebung der Handelsregistersperre für die im Dezember beschlossene Kapitalerhöhung wurde damit aber noch nicht sicher erreicht.
Das Bezirksgericht Luzern habe ein Gesuch von Liwet, die knapp 25% an Swiss Steel hält, um vorsorgliche Massnahme zwecks Fortsetzung der Handelsregistersperre vollumfänglich abgewiesen, teilte Swiss Steel am Montag mit. Das Gericht hat demnach festgestellt, dass Liwet keine Gründe für eine Anfechtbarkeit der im letzten Dezember beschlossenen Kapitalerhöhung glaubhaft gemacht habe. Ausserdem habe Liwet nicht glaubhaft gemacht, dass ihre Minderheitsrechte in der Kapitalerhöhung verletzt würden oder dass sie gegenüber dem Hauptaktionär BigPoint Holding von AMAG-Besitzer Martin Haefner in ungerechtfertigter Weise ungleich behandelt oder benachteiligt werde.
Das Gericht habe das Vorliegen guter Gründe für die Kapitalerhöhung anerkannt, heisst es in der Mitteilung weiter.
Gegen diesen Entscheid kann Berufung erhoben werden. Dadurch werde aber die Vollstreckbarkeit eines Entscheids über vorsorgliche Massnahmen nicht gehemmt, es sei denn, die Berufungsinstanz schiebt die Vollstreckbarkeit ausnahmsweise auf.
Aus prozeduralen Gründen sei daher im Moment noch nicht vollständig klar, ob bzw. wann die Handelsregistersperre aufgehoben werde, schreibt Swiss Steel. Man werde sich aber weiterhin entschieden mit allen verfügbaren rechtlichen Mitteln gegen das «unverantwortliche Handeln von Liwet» zur Wehr setzen.
Streit um Pflichtangebot
Die Liwet Holding um den russischen Milliardär Viktor Vekselberg versucht zu erreichen, dass Bigpoint nun doch noch ein allgemeines Pflichtangebot an alle Swiss-Steel-Aktionäre unterbreiten muss. Dazu wurde auch bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) ein inzwischen abgelehntes Gesuch eingereicht und weitere rechtliche Schritte unternommen, wie etwa die Handelsregistersperre für die an der ausserordentlichen Generalversammlung im Dezember beschlossene Kapitalerhöhung.
Swiss Steel hatte daraufhin Liwet vorgeworfen, mit ihren Manövern gegen die Kapitalerhöhung ausschliesslich eigennützige Motive zu verfolgen.
Der Streit zwischen Bigpoint und Liwet schwelt bereits seit 2019. Damals hatte Martin Haefner über seine Holding zunächst seinen Anteil auf rund 45% erhöht, ohne ein Angebot für alle ausstehenden Aktien unterbreiten zu müssen. Möglich wurde dies durch eine zeitlich befristete Ausnahmegenehmigung der Übernahmekommission (UEK).
Anfang Jahr hat Bigpoint zudem die Anteile der Gründerfamilie übernommen, wodurch Haefner nun knapp 50% an dem Stahlhersteller hält. Der Anteil von Liwet, die knapp ein Viertel der Anteile besitzt, würde durch die neuerliche Kapitalerhöhung im Volumen von rund 200 Millionen Franken verwässert.
Die hoch verschuldete Swiss Steel befindet sich bereits seit Jahren in finanziellen Problemen, die im vergangenen Jahr durch die Covid-19-Pandemie und insbesondere die Absatzkrise in der Automobilindustrie noch verschärft wurden.
Quelle: www.fuw.ch

29.01.2021

Swiss Steel: Rückschlag für Vekselberg

Die Swiss Steel-Aktionärin Liwet Holding ist bei der Eidg. Finanzmarktaufsicht (Finma) mit einem Gesuch abgeblitzt. Dabei geht es um die Befreiung von Martin Haefners BigPoint Holding von der Pflicht zu einem Übernahmeangebot.
Die Finma ist auf das Feststellungsgesuch sowie das Wiedererwägungs- bzw. Revisionsgesuch von Liwet nicht eingetreten, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Als Grund wird das Fehlen eines zulässigen Revisionsgrundes genannt. Das Feststellungsgesuch wird aufgrund fehlender sachlicher Zuständigkeit an die Übernahmekommission (UEK) überwiesen.
Die Liwet Holding um den russischen Milliardär Viktor Vekselberg versucht zu erreichen, dass BigPoint nun doch noch ein allgemeines Pflichtangebot an alle Swiss-Steel-Aktionäre unterbreiten muss. Dazu wurden auch weitere rechtliche Schritte unternommen, wie etwa eine Handelsregistersperre für die an der ausserordentlichen Generalversammlung im Dezember beschlossene Kapitalerhöhung.
Swiss Steel (STLN 0.25 -0.8%) hatte daraufhin Liwet vorgeworfen, mit ihren Manövern gegen die Kapitalerhöhung ausschliesslich eigennützige Motive zu verfolgen.
Die Swiss Steel nehme Kenntnis vom Entscheid der Finma, heisst es nun in einer Stellungnahme. Mit der Verfügung vom 6. Dezember 2019 wurde der BigPoint Holding eine Ausnahme von der Angebotspflicht beim Überschreiten einer Beteiligung von 33,33% an Swiss Steel gewährt. Diese habe damit weiterhin Gültigkeit.
Quelle: www.fuw.ch

07.01.2021

Kapitalerhöhung von Swiss Steel verzögert sich

Liwet, der Grossaktionär des Spezialstahlherstellers Swiss Steel (STLN 0.25 +1.63%), hat am 30. Dezember beim Bezirksgericht Luzern das Gesuch zwecks Fortsetzung der Handelsregistersperre eingereicht. Zuvor hatte die Gesellschaft rund um den russischen Investor Victor Vekselberg beim Handelsregisteramt des Kantons Luzern eine Sperre für die Eintragung der Kapitalerhöhung erwirkt, die die a.o. Generalversammlung am 22. Dezember beschlossen hatte. Swiss Steel antwortete am 5. Januar beim Gericht, das Gesuch von Liwet entbehre jeder Grundlage und widerspreche den Interessen des Unternehmens und seiner Aktionäre.
Quelle: www.fuw.ch

23.12.2020

Swiss Steel will den Neuanfang

Der Stahlhersteller Swiss Steel bestätigt eine Meldung der FuW, wonach Liwet beim Handelsregisteramt Luzern eine Sperre für die Eintragung der an der GV beschlossenen Kapitalerhöhung erwirkt hat. Swiss Steel will sich gegen das Vorgehen zur Wehr setzen. (Quelle: Finanz und Wirtschaft)

22.12.2020

Entscheidung über Kapitalerhöhung

Die Aktionäre von Swiss Steel entscheiden heute an einer ausserordentlichen Generalversammlung über eine weitere Kapitalerhöhung. Rund 1 Mrd. neue Namenaktien mit einem Nennwert von je 15 Rp. soll ausgegeben werden. Der Bruttoerlös von rund 200 Mio. € soll das Eigenkapital stärken und die bestehenden Finanzierungs- und Kreditbedingungen verbessern. Die Aktionärin Liwet um den russischen Milliardär Victor Vekselberg stemmt sich gegen die Finanzspritze. Mit einer Anzeige bei der Übernahmekommission will sie erreichen, dass der Grossaktionär BigPoint von Martin Haefner ein generelles Übernahmeangebot machen muss. (Quelle: Finanz und Wirtschaft)

22.12.2020

Frank Koch per spätestens Anfang 2022 zum neuen CEO ernannt

Der Stahlhersteller Swiss Steel hat Frank Koch per spätestens Anfang 2022 zum neuen CEO ernannt. Der amtierende CEO Clemens Iller habe sich entschieden, das Unternehmen zu verlassen. Der 48-jährige Koch hat während der letzten drei Jahre als CEO den deutschen Stahlproduzenten Georgsmarienhütte geführt und restrukturiert.
(Quelle: Finanz und Wirtschaft)

12.11.2020

Resilienz durch Kostenflexibilisierung und Transformation gesteigert

CEO Clemens Iller kommentierte: „Nach zwei COVID-19 bedingt enttäuschenden Quartalen war der Start ins dritte Quartal 2020 verhalten positiv, und nach einem reibungslosen Wiederanlauf der Produktionskapazitäten nach der Sommerpause setzte in der zweiten Augusthälfte eine Normalisierung des Absatzes ein. Diese zeigt sich zunächst in der Automobilindustrie, während die Erholung im Maschinen- und Anlagenbau als auch im Marktsegment Energie – insbesondere bei Öl und Gas – nach wie vor schleppend verläuft. Insofern konnte die Produktion für die Automobilindustrie wieder hochgefahren und die Kurzarbeit in den jeweiligen Produktionsbereichen reduziert werden. Der aufschwungbedingte Absatz zeichnet sich auch in den Orderbüchern ab, wobei wir nach wie vor ein sehr kurzfristiges Bestellverhalten unserer Kunden beobachten. Entsprechend ist es schwierig abzuschätzen, wie nachhaltig diese Erholung ist. Mit der schrittweisen Umsetzung unseres Transformationsprogramms konnten wir unsere Kostenposition bereits erheblich verbessern. Trotz geringerer Absatzmengen und einer unbefriedigenden Erlössituation im Vergleich zum Vorjahresquartal haben wir dadurch ein verbessertes Resultat auf Stufe EBITDA erzielt. Der Fokus wird auch für das vierte Quartal 2020 auf der Optimierung der Liquidität sowie der Umsetzung des Transformationsprogramms liegen. Die Normalisierung der Nachfrage werden wir mit entsprechend benötigten Ressourcen personeller und finanzieller Natur begleiten. Dabei werden wir weiterhin eine höchstmögliche Flexibilität unserer Produktion und damit unserer Kostenstruktur sicherstellen. Mit der Umbenennung in Swiss Steel Group, der Erweiterung und Vertiefung des Transformationsprogramms sowie der Komplettierung des Finanzierungskonzepts hat der Konzern drei wesentliche Meilensteine des Turnaround-Plans erreicht.“
Die Finanzzahlen im dritten Quartal 2020 waren gezeichnet von der saisonal tieferen Nachfrage in den Sommermonaten sowie den Auswirkungen der COVID-19-Krise. Auch wenn sich gegen Ende des dritten Quartals eine Erholung der Nachfragesituation abzeichnete, bleiben Absatzmengen, Umsatz und bereinigtes EBITDA auf niedrigem Niveau. Durch Anpassung der Kostenstruktur fiel das bereinigte EBITDA mit EUR – 21,1 Mio., trotz Umsatzrückgang, weniger negativ aus als im Vorjahresquartal. Konsequentes Management des Nettoumlaufvermögens sowie Drosselung des Investitionsvolumens führten dazu, dass ein positiver Free Cash Flow von EUR 9,3 Mio. erzielt werden konnte.
Geschäftsentwicklung im dritten Quartal 2020
Im dritten Quartal 2020 wurde mit 332 Kilotonnen um 18,0 % weniger Stahl abgesetzt als im Vorjahresquartal (Q3 2019: 405 Kilotonnen). Dieser Rückgang zeigt sich über alle Produktkategorien hinweg, wobei der Rückgang der Absatzmenge bei Qualitäts- & Edelbaustahl mit 19,8 % am stärksten ausfiel. Da sich die Erholung der Nachfrage aus der Automobilindustrie verzögert auf das Absatzvolumen auswirkt, wurde insbesondere zu Beginn des dritten Quartals 2020 weniger Qualitäts- & Edelbaustahl verkauft als im Vorjahresquartal. Ausserdem hielt der Nachfragerückgang im Maschinen- und Anlagebau, ebenfalls ein wichtiger Endkundenmarkt für Qualitäts- & Edelbaustahl, auch im dritten Quartal 2020 an.
Auch in den beiden Produktgruppen RSH-Stahl (rost-, säure- und hitzebeständiger Stahl) und Werkzeugstahl wurden geringere Mengen verkauft als im gleichen Quartal des Vorjahres, allerdings mit weniger starken Rückgängen von 13,9 % bzw. 12,5 %. Der Ölpreisschock im zweiten Quartal 2020 führte zu einem weltweiten Einbruch der Öl- und Gasindustrie. Diese Auswirkungen sind im dritten Quartal 2020 deutlich spürbar, was sich insbesondere in einer reduzierten Absatzmenge der Produktionsgruppe Werkzeugstahl niederschlug.
Der durchschnittliche Verkaufspreis je Tonne Stahl lag im dritten Quartal 2020 bei EUR 1’534,30 und damit um 7,3 % tiefer als im Vorjahresquartal (Q3 2019: EUR 1’654,60 je Tonne). Dies, obwohl sich die Preise für Schrott- und Legierungszuschläge, nach dem COVID-19 bedingten Einbruch, leicht positiv entwickelt haben. Der Rückgang ist auf den anhaltend hohen Preisdruck zurückzuführen, welcher sich insbesondere auf die Produktgruppe RSH-Stahl (rost-, säure- und hitzebeständiger Stahl) ausgewirkt hat.
Die negative Preisentwicklung sowie die gesunkene Absatzmenge führten zu einem Umsatz von EUR 509,4 Mio., dieser war um 24,0 % geringer als im Vorjahresquartal. Der Rückgang fiel dabei bei der Produktgruppe Qualitäts- & Edelbaustahl mit 27,5 % am stärksten aus. Der Umsatz mit RSH-Stahl sank um 21,3 %, jener mit Werkzeugstahl um 19,9 %.
Geografisch betrachtet musste in fast allen Regionen der Welt ein zweistelliger Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahresquartal hingenommen werden. Einzig in China kann ein positives Wachstum von 10.6 % gegenüber dem Vorjahresquartal verzeichnet werden. Die im März 2020 prognostizierte Erholung der chinesischen Automobilindustrie konnte folglich im dritten Quartal 2020 in gesteigerten Umsätzen realisiert werden.
Durch Anpassung der Kostenstruktur an den Nachfragerückgang sowie weitere Fortschritte im Transformationsprogramm, fiel das um Einmaleffekte bereinigte EBITDA mit EUR – 21,1 Mio., trotz Umsatzrückgang, weniger negativ aus als im Vorjahresquartal (Q3 2019: EUR – 32,9 Mio.). Einmaleffekte beliefen sich auf EUR 7,7 Mio. und sind auf Beratungsleistungen im Rahmen von Effizienzsteigerungsprogrammen, Restrukturierungsmassnahmen sowie die Beschaffung von COVID-19 Schutzmaterialien zurückzuführen. Die Einmaleffekte eingeschlossen, stieg das EBITDA auf EUR – 28,8 Mio. (Q3 2019: EUR – 64,2 Mio.).
Damit einhergehend stieg die bereinigte EBITDA-Marge auf – 4,1 % (Q3 2019: – 4,9 %) und die EBITDA-Marge auf – 5,7 % (Q3 2019: – 9,6 %). Im saisonal schwachen dritten Quartal 2020, welches zusätzlich von den Folgen der COVID-19-Krise geprägt war, musste ein Konzernverlust von EUR – 66,3 Mio. hingenommen werden. Im dritten Quartal 2019 lag dieser deutlich höher bei EUR – 432,2 Mio., was hauptsächlich auf Bewertungseffekte in der Höhe von EUR -297,4 Mio. zurückzuführen war.
Die Nettoverschuldung, welche die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfasst, lag mit EUR 610,4 Mio. unter dem Wert vom 31. Dezember 2019 von EUR 797,6 Mio. Grund dafür ist die im ersten Quartal 2020 erfolgte Eigenkapitalerhöhung. Trotz anhaltend negativen operativen Ergebnissen konnte die Nettoverschuldung durch konsequentes Liquiditätsmanagement mit Fokus auf Umlaufvermögen und Investitionen seit Anfang 2020 eng begrenzt werden.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020
Der Fokus wird auch für das vierte Quartal 2020 weiter auf der Optimierung der Liquidität sowie der Umsetzung des Transformationsprogramms liegen. Die Normalisierung der Nachfrage werden wir mit entsprechend benötigten Ressourcen personeller und finanzieller Natur begleiten. Dabei werden wir weiterhin eine höchstmögliche Flexibilität unserer Produktion und damit unserer Kostenstruktur sicherstellen.
Wir erwarten im vierten Quartal 2020 eine weitere Erholung im Bereich Automobil in Richtung des Vorjahresniveaus, während sich für die Sektoren Maschinen- und Anlagenbau sowie Energie eine verzögerte Erholung abzeichnet.

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